WATER FOR LIFE

Matuga, unser Dorf mit geschätzten ungefähr 3000 Bewohnern ist ein typisches kenyanisches Küstendorf. Die Einwohner sind mehrheitlich Mitglieder des Stammes der "Digo", einer Bevölkerungsschicht die in der Vergangenheit vorwiegend als Fischer und Kleingewerbler gearbeitet haben. Da die Erde hier sehr sandig ist und von Natur aus sehr wenig Nährstoffe beinhaltet, ist Ackerbau (im Gegensatz zu den nördlichen Landesteilen) hier nahezu unbedeutend. Mit unserem Wissen über Permakultur und biologischem Landbau versuchen wir unseren Dorfbewohnern neue Wege aufzuzeigen, ihr Land zu bestellen und wenigstens ein bisschen eigenes Gemüse anzubauen. Dazu benötigen sie aber Wasser. Ohne Wasser geht besonders hier in den "trockenen" Tropen nichts.

 

Die gesamte Dorfbevölkerung hat ungefähr 3-4 Brunnen sowie einen NICHT ganzjährig wasserführenden kleinen Fluss zur Verfügung, davon keinen einzigen Brunnen mit qualitativ einwandfreiem Trinkwasser ! Die Wasserversorgung der Regierung wurde vor ca 50 Jahren erstellt und ist extrem unzuverlässig. Regelmässig wird die Wasserversorgung für mehrere Wochen unterbrochen, zudem ist die Qualität des Wassers aus den alten Leitungen sehr schlecht, bei Tests haben wir E-Coli Bakterien in erschreckend grosser Anzahl gefunden. Entsprechend sind Krankheiten im Bereich Magen/Darm, Infektionen und schwere Krankheiten bis hin zu Typhus fast an der Tagesordnung.

 

Wir haben uns entschlossen, diesen geplagten Menschen mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser zu helfen. Dazu gehören die Abgabe von Trinkwasser aus unserem eigenen Brunnen (ca 130m tief/Baukosten rund 15'000€ !) an die Dorfbevölkerung. Unser Wasser ist von hervorragender Qualität und wir könnten es sogar in Flaschen abfüllen und verkaufen. Da die Schöpfmenge aber begrenzt ist (damit der Brunnen nicht kollabiert), haben wir uns entschlossen, lieber der Dorfbevölkerung Trinkwasser abzugeben als uns auf ein kommerzielles Geschäft einzulassen. Vorallem während der Trockenzeit (2018/19 über 5 Monate ohne Regen !) haben wir dann lange Menschenschlangen vor unserer Wasserabgabestelle. Die Dankbarkeit der Menschen hier ist sehr, sehr gross.

 

Um nun die Menge an Trinkwasser zu erhöhen und damit einem grösseren Teil der Bevölkerung Trinkwasser abgeben zu können, möchten wir zusammen mit der lokalen Jugendgruppe einen von ihnen bereits erstellten Brunnen (Bohrung durch die Regierung, aber leider ohne Infrastruktur hinterlassen) fertigstellen und einen weiteren an einem dezentralisierten Ort bauen. Dank "fundraising" in der Schweiz haben wir für den fertig zu stellenden Brunnen innert weniger als 2 Wochen die nötigen finanziellen Mittel sammeln können und werden nun den Brunnen mit der notwendigen Infrastruktur versehen, so dass schon bald frisches Wasser sprudeln kann. Zur längerfristigen Sicherung und Unterhalt dieses Brunnens verlangen die Betreiber (Jugendgruppe von ca 30 Mitgliedern) 5 Shillings pro Kanister (20L) was ca 0.05 CHF oder € entspricht und fast allen Bewohnern zugemutet werden kann. Trinkwasser in anderen Gegenden wird oftmals für 10 - 30 Shillings pro Kanister verkauft.

 

Für die Erstellung weiterer Brunnen suchen wir Sponsoren und Donatoren. Hilfe kann in folgender Form geleistet werden:

  • Einmaliger Spendenbetrag für neue Brunnen
  • Monatlicher Spendenbetrag ist für dieses Projekt nicht nötig, da die Finanzierung für Unterhalt und Ersatz durch die Erhebung eines kleinen Betrages für das Wasser sichergestellt wird (Hilfe zur Selbsthilfe).
  • Know-How zur Verfügung stellen
  • Material sponsoren (Tauchpumpen (zb Grundfos), Schalter, PPR-Leitungen, casings, elektrische Komponenten uvm)
  • Einsatz und Mitarbeit als "workawayer" bei uns

Transparenz und Kostensicherheit:

 

Wir dokumentieren jedes unserer Projekte mit einer Exceltabelle über die tatsächlichen Kosten und bewahren sämtliche Belege in unserer Buchhaltung zur Einsicht auf. Wir kennen uns mit den wahren, lokal üblichen Kosten bezüglich Materialien sowie Arbeitskosten gut aus und bezahlen deshalb auch nur lokal übliche und faire Tarife und Produktkosten. Wir lassen uns also nicht, wie leider viele Hilfsprojekte hier, irgendwelche Fantasiekosten aufhalsen, sodass die Spender einen viel zu hohen Preis für ihr Projekt zahlen.

 

Fragen zum Projekt:

 

Wir laden Sie ein, uns jederzeit Ihre Fragen zu Projekten zu stellen. Wir sind wirklich gerne für Sie da und beantworten alle Fragen zeitnah und detailliert, so dass Sie sich in der Lage sehen, unser Projekt und die damit verbundenen Anliegen zu verstehen. Bitte nehmen Sie dazu mit uns mittels Formular Kontakt auf oder schreiben Sie eine email an info@garden-of-life.org. Vielen Dank !